TERRE DES FEMMES überreicht dem Bundesministerium des Innern 45.921 Unterschriften für ein Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution

Für die Verurteilung der TäterInnen benötigt die deutsche Justiz die Aussagen der Opfer. Als Gegenleistung erhalten die Betroffenen aus Nicht-EU-Staaten nur eine vage Chance während des Strafverfahrens in Deutschland bleiben zu können. Nach Beendigung des Verfahrens werden die Frauen, die sich oftmals nicht zuletzt aufgrund ihrer Zeuginnenaussage in Lebensgefahr befinden, in ihre Herkunftsländer abgeschoben. TERRE DES FEMMES startete die Unterschriftenkampagne „Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution, jetzt!“ am 18. Oktober 2012, dem Europäischen Tag gegen Menschenhandel.

Frauenhandel ist eine der schwersten Menschenrechtsverletzungen. Deutschland stellt eines der Hauptzielländer dar. Die Opfer sind überwiegend Mädchen und Frauen, die zum Zweck der sexuellen Ausbeutung nach Deutschland gehandelt werden. „Die Betroffenen, die auf deutschem Hoheitsgebiet schwerste Gewaltverbrechen erfahren, sind meist schwer traumatisiert. Sie haben einen Schutzanspruch gegenüber dem deutschen Staat. Diese Frauen müssen unterstützt werden - ein sicheres Bleiberecht ist dafür eine Grundvoraussetzung!", mahnt Schewe-Gerigk.

Für Nachfragen und Interviews stehen wir gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an TERRE DES FEMMES, Anna Hellmann, Tel. 030/40504699-0 oder per E-Mail an: presse@frauenrechte.de.

TERRE DES FEMMES ist eine gemeinnützige Menschenrechtsorganisation für Mädchen und Frauen, die durch Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit, persönliche Beratung, Förderung von Projekten und internationale Vernetzung von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen unterstützt. TERRE DES FEMMES klärt auf, wo Mythen und Traditionen Frauen das Leben schwer machen, protestiert, wenn Rechte beschnitten werden und fordert eine lebenswerte Welt für alle Mädchen und Frauen – gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei! Unsere Schwerpunktthemen sind Häusliche Gewalt, Zwangsheirat und “Ehr”-Verbrechen, weibliche Genitalverstümmelung, Frauenhandel, Zwangsprostitution und soziale Rechte für Arbeiterinnen. Der Verein wurde 1981 gegründet, die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in Berlin. Weitere Informationen finden Sie unter HYPERLINK "http://www.frauenrechte.de" www.frauenrechte.de



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