Liebe Besucherinnen und Besucher,

Irmingard Schewe-Gerigk
Irmingard Schewe-Gerigk

 

schön, dass Sie sich für mich und meine Arbeit interessieren.

Mein Bundestagsmandat endete am 27. Oktober 2009. Ich habe nicht wieder für den Deutschen Bundestag kandidiert, weil ich finde: 15 Jahre sind genug.

Die Bilanz von 15 Jahren frauenpolitischer Arbeit kann sich durchaus sehen lassen: 210 Reden, 66 Gesetzentwürfe, 295 Anträge und 253 Große und Kleine Anfragen.

Besonders in der rot-grünen Regierungszeit von 1998 bis 2005 konnte ich maßgeblich dazu beigetragen, dass sich das Gesicht dieser Republik verändert. Die Vergewaltigung in der Ehe steht unter Strafe, das Gewaltschutzgesetz bietet Schutz vor familiärer Gewalt, das Prostitutionsgesetz hat Schluss gemacht mit der Doppelmoral, Zwangsverheiratungen stehen unter Strafe. Durch die eingetragenen Lebenspartnerschaften gibt es den ersten Schritt zu einer rechtlich und sozial abgesicherten Partnerschaft für Lesben und Schwule.

Aber es gibt auch ein Leben ohne den Bundestag und das kann sehr erfüllend sein.

Zusätzlich zu meiner langjährigen Tätigkeit als Sprecherin des GRÜNEN Kreisverbandes erhielt ich 2009 in meiner Heimatstadt Herdecke das erste Direktmandat für Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt.

Im gleichen Jahr wurde ich Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Demografie sowie der Behindertenkommission.

Als Aufsichtsratsmitglied der Herdecker Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft liegt mir die wohnungsbauliche Gestaltung der demografischen Entwicklung besonders am Herzen.

2010 war ich an den rot-grünen Koalitionsverhandlungen beteiligt

Im gleichen Jahr hat mich der grüne Bundesvorstand in das Zukunftsforum "Auseinanderfallende Gesellschaft" berufen.

Unter der Leitung von Dr. Peter Struck, ehem. Verteidigungsminister und dem Ex-Integrationsminister Armin Laschet wurde vom Sachverständigenrat der Deutschen Stiftungen

eine "Hochrangige Kommission Fachkräftebedarf und Zuwanderungen" einberufen, der ich angehörte. Deren umfangreichen Ergebnisse liegen auch dem Bundestag und dem Bundesrat vor.

Meine ehrenamtliche Haupttätigkeit liegt allerdings in  meinem gesellschaftlichen Engagement als Vorstandsvorsitzende von TERRES DES FEMMES.

Hierüber möchte ich auch künftig berichten und hoffentlich die eine oder den anderen anstiften, sich auch in der Menschenrechtsarbeit für Frauen zu engagieren.

"Frauenrechte sind Menschenrechte" proklamierte die Weltfrauenkonferenz in Peking 1995, an der ich teilgenommen habe.

TERRE DES FEMMES arbeitet daran, dass diese Rechte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern, dass Frauen diese Rechte auch zuerkannt werden und sie diese in Anspruch nehmen können.

 

 

 

 

Ihre Irmingard Schewe-Gerigk

Bundespräsident Joachim Gauck hat Irmingard Schewe-Gerigk, von 1994 bis 2009 Bundestagsabgeordnete für den Ennepe-Ruhr-Kreis, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. In einer Feierstunde im Reichstags-

Gebäude überreichte Bundestagspräsident Norbert Lammert den Orden. Besondere Verdienste habe Schewe-Gerigk durch ihr gesellschaftspolitisches Engagement nicht nur während ihrer 15jährigen Tätigkeit im Bundestag  erworben. Eine Vielzahl von Gesetzentwürfen gegen die Diskriminierung von Frauen trügen ihre Handschrift. Wenn es um die Durchsetzung von Frauenrechten ging, so Lammert in seiner Laudatio, sei ihre Stimme unüberhörbar gewesen. Beharrlich und zielstrebig habe sie es verstanden, auch Abgeordnete anderer Fraktionen zu überzeugen. So sei es ihr gelungen, mit den Frauen aller Fraktionen ein Gesetz zur Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe gegen den Willen der damaligen schwarz-gelben Regierung durchzusetzen.

 Aber auch nach ihrem Ausscheiden sei sie ihrem Anliegen für eine gerechtere Gesellschaft treu geblieben. So setze sie sich seit 2009 ehrenamtlich als Vorstandsvorsitzende der Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES konsequent für die Menschenrechte von Mädchen und Frauen weltweit ein.

Dass sie 2009 das erste direkt gewählte Ratsmandat für die Grünen im Ennepe-Ruhr-Kreis erlangte, hat Schewe-Gerigk als große Anerkennung empfunden und ist seitdem nicht nur Herdecker Ratsmitglied sondern auch Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Demografie.

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