Neues Gemeinschaftsbüro der Grünen am Wittener Hauptbahnhof Stv. Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann bei Einweihung zu Gast

 

 *Schewe-Gerigk: Nur wer sich ändert, bleibt sich treu *Die Sprecherin der Kreisgrünen, Irmingard Schewe-Gerigk, verwies in  ihrer Begrüßungsrede darauf, dass die Grünen früher in den Medien die  Plakette „Eingenerationenpartei und Einthemenpartei“ angeheftet wurde. „Gestimmt hat das nie. Jung und alt machen bei Grünen gemeinsam  Politik“, sagte die Herdeckerin, was auch der Blick in die Runde  verdeutliche. Die langjährige Bundestagsabgeordnete machte unter Verweis auf das  Diktum Wolf Biermanns ‚Nur wer sich ändert, bleibt sich treu’ darauf  aufmerksam, dass die Grünen sich seit der Gründung der Partei immer  wieder verändert haben. „Dennoch sind wir uns treu geblieben: Die Sache  und der Einsatz dafür steht noch immer im Vordergrund“, sagte  Schewe-Gerigk. Sie untermauerte dies mit Themen, für die die Grünen  seinerzeit belächelt, gescholten, ja sogar angefeindet wurden: der 5  Mark-Benzinbeschluss, der Ausstieg aus der Atomkraft, Deutschland als  Einwanderungsland oder der Einsatz für die Frauenquote. Heute seien das keine Aufreger mehr, die Wahrnehmung und die Einstellung  dazu habe sich in Politik und Gesellschaft verändert. „Dennoch gibt es  noch immer viel zu tun“, sagte Schewe-Gerigk, und schloß: „nehmen wir  das als Ansporn für ein grünes 2012.“ *Lang: mit Grüner Energie den EN-Kreis voranbringen* Der Sprecher der Grünen Fraktion im Kreistag Ennepe-Ruhr, Paul Lang,  ging denn auch konkret auf die aus grüner Sicht anstehenden  Herausforderungen im Kreis ein, die wegen der kommunalen Finanzkrise  beträchtlich seien: Beispielsweise müsse die Finanzkrise der  Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) gelöst werden. Das sei besonders  für die Grünen schwierig, denen der Öffentliche Verkehr sehr am Herzen  liege, aber eben auch gespart werden müsse, sagte Lang. Er verwies zudem  auf die Entwicklung interkommunaler Industriegebiete. „Auch hier müssen  wir ganz genau abwägen zwischen den Interessen der Wirtschaft und  Sicherung bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen sowie den Interessen von  AnwohnerInnen und Umwelt- und Naturschutz“, sagte der Wetteraner.  Schließlich wollen die Grünen die Energiewende im EN-Kreis weiterführen.  Von den neuen Räumlichkeiten erhoffe er sich deshalb auch für die Arbeit  im Kreistag neue Impulse.   *Schäffer: Büro als Treffpunkt für grün-nahe Menschen und Initiativen *Die Wittener Landtagsabgeordnete Verena Schäffer betonte, dass mit dem  Stimmenzuwachs bei den letzten Kommunal- und Landtagswahlen auch die  Verantwortung wachse, dem Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger gerecht  zu werden. Mit dem Schulkonsens und dem Stärkungspakt Stadtfinanzen  wurden bereits zentrale Anliegen der rot-grünen Koalition in NRW auf den  Weg gebracht. Maßgabe der Arbeit im Landtag, aber auch in der  Kommunalpolitik sei die Beteiligung von Betroffenen und der  Zivilgesellschaft. In dem Sinne hofft die Abgeordnete, dass sich im  neuen Büro grüne bzw. grün-nahe Menschen treffen und es zu einem Zentrum  grüner Ideen machen werden. *Löhrmann: Totgesagte leben länger* Die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann bezeichnete die  Minderheitsregierung in Düsseldorf als ein Beispiel gelebter Demokratie.  Das weibliche Führungsduo pflege einen anderen Politikstil als manche  der männlichen Kollegen. Sonst würde die von vielen schon so oft  abgeschriebene Minderheitsregierung nicht so gut laufen. Die Regierung  gehe in diesem Jahr bereits in das dritte Jahr ihrer Amtszeit und könne  viele erfolgreiche Initiativen, insbesondere in der Schulpolitik und bei  der Stärkung der Kommunen nachweisen. 2012 stünden für die Grünen  wichtige Gesetze, wie das Klimaschutzgesetz und das  NichtraucherInnenschutzgesetz, auf der Agenda. Abschließend nahm  Löhrmann Bezug auf Untergangsszenarien, die für 2012 kursieren. Sie  zitierte Luther, der, wenn morgen die Welt unterginge, heute noch ein  Apfelbäumchen pflanzen würde. Das neue Büro der Grünen sei so ein  Apfelbäumchen, sagte Löhrmann, dem sie wünsche, dass es wachse und  gedeihe und dabei weiterhin so fest in der Arbeit vor Ort verwurzelt bleibe.



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